post von lehrgeld
Während der Coronazeit...Vier Wände. Zwei Menschen. Kein Ausgang. Draußen Stillstand – drinnen Eskalation. Am Anfang redest du dir das noch schön. Zeit zusammen, bisschen runterkommen, enger
zusammenrücken? Aber Nähe ist kein Geschenk, wenn sie erzwungen wird.
Dann ist sie Druck. Und Druck findet immer einen Weg.
„Wir haben uns nichts mehr zu sagen…“
Das ist kein Anfang mehr.Das ist das Ende, das sich zieht.Man kennt sich zu gut. Oder vielleicht: zu schlecht. Jede Macke liegt offen.
Jeder Blick sitzt falsch. Jedes Wort ist eins zu viel. Und dann dieser Zustand, wo selbst Stille laut wird.
„Ich hör dich über mir, ich hör dich unter mir…“
Du kannst nicht raus. Nicht aus dem Raum. Nicht aus der Situation. Nicht aus dir selbst. Irgendwann bleibt nur noch Konfrontation.
„Jetzt stehst Du vor mir und das Böse starrt mich an…“
Und das Gemeine ist: Du weißt nicht mehr, ob es der andere ist – oder du. C.A.R.A.C.A.S. klingt wie ein Ort, den man meidet.
Gefährlich, unberechenbar, kein guter Ruf. Aber der Song spielt nicht da draußen. Der spielt da, wo du denkst, dass du sicher bist. Zuhause.
Strophe
Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Wir können uns nicht mehr ertragen
Es fühlt sich an wie Hass. Fühlst Du auch irgendwas?
Bridge
Ich hör Dich über mir, ich hör dich unter mir, ich hör dich neben mir, ich dreh mich um zu dir
Refrain
Jetzt stehst Du vor mir und das Böse starrt mich an – ich spiegel mich in Dir
Jetzt stehst Du vor mir und das Böse greift mich an – Du weißt nicht was Du tust
Strophe 2
Wir sollten uns nicht mehr begegnen, bevor wie beide das zeitliche segnen
Es fühlt sich an wie Hass. Fühlst Du auch irgendwas?
Die Coronazeit hat uns viel gezeigt. Vor allem, was passiert, wenn man Menschen nicht mehr ausweichen kann. Manche sind daran gewachsen.
Andere sind daran zerbrochen. C.A.R.A.C.A.S. ist für die, bei denen es geknallt hat. Ohne Filter. Ohne Ausweg. Ohne Happy End aber mit
einem Vermögen an Lehrgeld.

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